In einer Pressekonferenz präsentierten die drei erstgereihten KandidatInnen der Liste KOMintern, Selma Schacht, Nadir Aykut und Otto Bruckner die Ziele dieser neuen Liste zur Wiener AK-Wahl im Mai.
Audiofiles der Pressekonferenz auf youtube können hier angehört werden.
"Die Banken und Konzerne sehen den Staat als Selbstbedienungsladen: Zuerst holten sie sich die besten Stücke durch Privatisierungen und schrieben sagenhafte Gewinne. Dann stürzte ihr ganzes Börsenkartenhaus zusammen. Und jetzt soll der Staat sie wieder mit Milliardensubventionen aus dem Jammertal führen. Die SPÖ und ihre AK-Spitze helfen dabei kräftig mit, und sei es nur durch Untätigkeit. Denn hunderttausende sind arbeitslos. Wir meinen: Die Arbeitenden brauchen eine starke Vertretung, die nur für sie da ist. Gerade jetzt in der Krise! Die ihnen hilft, sie unterstützt und sie ermutigt, selbst aktiv zu werden. Damit dies auch umgesetzt wird, kandidieren wir" sagte Spitzenkandidat Otto Bruckner bei der Präsentation der Liste.
"Die selbstherrliche Macht der FSG-Tumpel-Liste braucht Kontrolle - jedoch eine, die die Arbeitenden nicht auseinanderdividiert, sondern solidarisch, antirassistisch und internationalistisch agiert" sagte Selma Schacht, Betreibsratsvorsitzende und Listen-Dritte der Liste KOMinform und weiter: "KommunistInnen in Gewerkschaft und Arbeiterkammer sind ein Garant dafür, dass über den Tellerrand verstaubter sozialpartnerschaftlicher Packelei geschaut und permanent eine demokratische und kämpferische Vertretung der arbeitenden Menschen eingefordert wird."
Nadir Aykut, der an zweiter Stelle von KOMinform kandidiert begründete sein Antreten so: "Warum KOMintern? Diese kapitalistische Wirtschaftskrise haben wir nicht verursacht - die Kosten dafür wollen wir nicht tragen. In einem System in dem die Gewinne privatisiert und die Verluste verstaatlicht werden; in dem die Gewerkschaft durch die Sozialpartnerschaft in den Rücken der Werktätigen fällt; in dem alles zu günstigen Preise an Großkonzerne verkauft oder gar verschenkt wird; in dem ArbeiterInnen gegeneinander ausgespielt und durch rassistische Gesetze MigrantInnen als Sündenböcke dargestellt werden, ist eine klassenbewusste, klassenkampforientierte und internationale Gewerkschaftsbewegung zwingend nötig. Die Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International ist die einzige Liste, die meinen ideologischen und politischen Zielen entspricht. Daher kandidiere ich für KOMintern."
Otto Bruckner, Spitzenkandidat der Liste KOMintern sagte, die ArbeiterInnen und Angestellten könnten sich darauf verlassen, daß KOMintern in der AK "lästig sein und die gemütliche Kaffeetratsch-Atmospäre der Soziapartnerfraktionen" stören werde.
Die Reichen hätten schon genug Lobbys und es sei nicht nötig, daß auch noch die AK-und ÖGB-Spitze sich den Kopf für die Reichen zerbreche. Statt schöner Reden müssten von AK-Seite Taten folgen und auch Mobilsierungsschritte zur Umsetzung der Forderungen. Solidarität sei für KOMintern Programm und "wir sind die einzige Liste, die nicht nur für Verbesserungen der Lage der arbeitenden Menschen hier und jetzt eintritt, sondern grundlegende Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik hin zu einer sozialistischen Zukunft anstrebt."